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Willkommen 2022 in der Waldlust

Wir sind gespannt, welche Überraschungen und Veranstaltungen wir Ihnen im neuen Jahr vorstellen dürfen. Die Denkmalfreunde Waldlust freuen sich auf das neue Jahr 2022 mit vielen Besuchern und Gästen auf den zahlreichen Führungen, Fototouren und Veranstaltungen in der Waldlust.

Denkmale schauen im Duett

Freudenstadt. Am Sonntag, 11. September, findet heuer wieder bundesweit der Tag des offenen Denkmals statt. Mit dem ehemaligen Grandhotel Waldlust und dem früheren Kur- und Erholungsheim Salem gehen in Freudenstadt dabei erstmalig zwei direkt benachbarte alte Kurhäuser an den Start.

Ehemaliges Grandhotel Waldlust
Ehemaliges Grandhotel Waldlust
Kur- und Erholungsheim Salem

Im Rahmen der gemeinsam geplanten Aktion wollen beide Veranstalter, die Denkmalfreunde Waldlust und die Eigentümer des einstigen Diakonissen-Kurheims, ihre historischen Denkmalstätten für Besucher öffnen. Und zwar tageszeitgleich von 13 bis 18 Uhr. Damit erhalten Interessierte die seltene Gelegenheit, beide nicht nur örtlich, sondern auch architekturhistorisch eng verwandte Gebäude auf einen Schlag kennenzulernen und näher zu inspizieren.

Im Jahr 1890 stiftete der Stuttgarter Fabrikant Paul Lechler das Aussichtsgrundstück an der Lauterbadstraße unmittelbar neben seiner Freudenstädter Ferienvilla aus wohltätigen Gründen dem Diakonissenwerk. Mit der Maßgabe, dort ein Erholungsheim zu errichten. Nach zweijähriger Bauzeit wurde das Haus Salem 1892 durch Königin Charlotte von Württemberg eingeweiht. Es wurde über 100 Jahre, bis in die 1990-er, von den Diakonissen bewirtschaftet und auch als Gästehaus geführt. Nach der Betriebsaufgabe durch das Evangelische Diakonissenwerk stand das unter Denkmalschutz stehende Altgebäude über 25 Jahre leer. Doch jetzt soll das im Schwarzwälder Heimatstil erhalten gebliebene Kulturdenkmal wieder genutzt und behutsam saniert werden.

Am Tag des offenen Denkmals werden Vertreter der neuen Eigentümergemeinschaft vor Ort sein, interessierten Besuchern die Türen öffnen und dem Motto folgend sich mit ihnen auf „KulturSpuren“-Suche begeben nach kulturhistorischen Zeugnissen aus der christlichen Hausgeschichte. Eine kleine Verköstigung aus dem „Backbuch der Diakonissenschwesternschaft“ wird außerdem gereicht.

Nur drei, vier Gehminuten vom Haus Salem entfernt werden auch die Denkmalfreunde Waldlust aus Anlass des Denkmaltags das einstige Grandhotel zum Schauobjekt machen. Ganz in Anlehnung an das diesjährige Thema kann man sich auch hier auf geführte Spuren-Suchen begeben. Aufgrund der über 120-jährigen Entstehens- und Ausbaugeschichte steckt die Waldlust voller bautechnischer und baukünstlerischer „Beweismittel“. Diese künden von zahlreichen baulichen Ergänzungen und Weiterführungen, freilich aber auch von handwerklichen wie ästhetischen Irrwegen und Fehlleistungen. Beide Entwicklungs-Routen, die positiven wie die negativen, erzählen Baugeschichte, gesellschaftlichen Stilwandel und individuellen Umgang mit dem Bauwerk.

An verschiedenen Örtlichkeiten im Denkmal lassen sich etwa originale Verbindungstüren finden, verbaute Durchgänge, zugemauerte Fensteröffnungen, jüngst verdeckte, heute jedoch ans Tageslicht gebrachte Rohrleitungsführungen, alte Verandenprofile und viele weitere, im Laufe der Hotelgeschichte vollzogene Veränderungen.

Von 13 bis 18 Uhr stehen die Gesellschaftsräume auf der Saaletage sowie die Gäste- und Sonderausstellungsräume im 1. OG zur Besichtigung frei. Etwa stündlich finden Führungen zu einzelnen Themen-Orten „KulturSpuren“ statt. Das Angebot ergänzen ein Infotisch in der Hotellobby, Schautafeln zur „Grandhotel-Ära“ auf der Gartenterrasse (bei gutem Wetter) sowie eine Schaustation „Historische Hotelparks Freudenstadt“ auf der Hangpromenade Waldlust/Salem. Dies eine Co-Produktion der beiden Grundstücksnachbarn.

Für Besucher stehen übrigens ausreichend Parkmöglichkeiten auf beiden anfahrbaren Arealen, Lauterbadstraße 74 und 92, zur Verfügung.

Info: Der jährlich stattfindende Tag des offenen Denkmals, den die Deutsche Stiftung Denkmalschutz koordiniert und ausrichtet, gilt als größte Kulturveranstaltung Deutschlands. Millionen von Kultur- und Denkmalinteressierten nehmen daran teil, mehr als 7500 Denkmale werden heuer wieder für Streifzüge geöffnet sein. Die kostenlose Veranstaltung möchte Menschen aller Altersgruppen für die reiche Denkmallandschaft Deutschlands begeistern.

Ein altes Prachtstück ist zurückgekehrt

Im historischen Ballsaal der Waldlust funkelt nun wieder der Lichterglanz der Belle Epoque. Mit einem Festakt feierten die Denkmalfreunde 100 Jahre Grandhotel und die Rückkehr des großen Saalleuchters.

Das ganze 3. Juli-Wochenende stand im Zeichen dieses Kulturdenkmal-Jubiläums. Am 22. Juli 1922 hatte das damalige „Schwarzwaldhotel Waldlust“ seinen großen Festball zur „Eröffnung des Neubaus“ annonciert. Und genau auf den Tag 100 Jahre später lud der Verein Denkmalfreunde e.V. Mitglieder und Freunde der Waldlust zu einem Festabend in diese Herzkammer des ehemaligen Nobelhotels ein. Feierlicher Höhepunkt dabei: Die Enthüllung des wieder an der Saaldecke prangenden, restaurierten Ballsaalleuchters. Dieser ließ erstmals nach vielen Jahren Abwesenheit seine üppige, durch tausende Kristallprismen funkelnde Lichterpracht erstrahlen. Ein optischer Augenschmaus, der so recht zur Hochstimmung der Gäste beitrug. (Weiterlesen)

100 Jahre Grandhotel Waldlust Freudenstadt

Die Denkmalfreunde Waldlust freuen sich, mit Ihnen das Jubiläum der Waldlust zu feiern.
Vom 08. bis zum 24 Juli erwarten Sie mehrere Veranstaltungen von Vorträgen über Vernissagen, Informationen, Rundgängen. Natürlich ist auch für das leibliche Wohl gesorgt.

Führungen

Bei den regelmäßigen Waldlust-Themen-Führungen erhalten Sie tief gehende Informationen zu ausgesuchten Teilen des geschichtsträchtigen Gebäudes. (weiterlesen)

Fototouren für Fotografen

Sie möchten das Gebäude selbst erkunden und viele Fotos machen? Dann ist eine Fototour genau das richtige für Sie. Im Rahmen einer Fototour können Sie vier Stunden selbstständig durch das gesamte Gebäude schlendern und die Eindrücke mit der eigenen Kamera festhalten. (weiterlesen)

Termine

Alle aktuellen Termine auf einen Blick. (weiterlesen)

Öffnungszeiten

Nur zu den Führungen, zu den Fototouren und zu besonders ausgewiesenen Terminen ist die Waldlust für Besucher zugänglich. Auch, wenn das Gebäude auf den ersten Blick so aussehen mag, als ob es leer steht, ist das keineswegs so. Mehrere Gebäudeteile und Räume werden von verschiedenen Personen und Veranstaltern dauerhaft genutzt. Die Zugangstüren sind außerhalb der öffentlichen Veranstaltungen abgeschlossen. Um das Gebäude zu betreten, ist eine Anmeldung grundsätzlich erforderlich.

Kronleuchter

Zum Jubiläum 100 Jahre Grandhotel-Erweiterung Waldlust Mitte dieses Jahres soll der alte Ballsaal-Kronleuchter wieder in einstiger Pracht erstrahlen.

(Historische Aufnahme Festsaal Waldlust) Im erhaltenen historischen Art Deco-Interieur des alten Ballsaals Hotel Waldlust nimmt der Kronleuchter eine wichtige, zentrale Stellung ein. Archivbild: Denkmalverein Freudenstadt

Für den einzigartigen Jugendstilleuchter, der beim großen Eröffnungsball im alten Festsaal des Hotel Waldlust am 22. Juli 1922 erstmals brillieren durfte, haben die Restaurierungsarbeiten begonnen. Betraut mit dieser aufwändigen, diffizilen und viel Feingespür verlangenden Aufgabe ist die Freudenstädter Familie Hör vom alteingesessenen Uhren- und Schmuckgeschäft Krieg in der Straßburger Straße. (Weiterlesen)

Gewaltsamer Zugang zur Waldlust , Einbruchsversuche

Die Waldlust steht wohl mittlerweile im Ranking der Top “Lost Places” in Deutschland an einer der obersten Stellen der besonders interessanten Gebäude. Eigentlich ein Grund stolz zu sein, aber bei einigen Interessenten scheint dadurch der Eindruck zu entstehen, es handle sich um ein Abbruchhaus, das jederzeit zugänglich ist und in das man ohne Genehmigung gelangen, es somit rechtswidrig betreten und Hausfriedensbruch begehen kann. Das ist so nicht richtig und der Sache ausgesprochen schädlich.

Leider versuchen ab und zu einige “Interessenten”, gewaltsam ins Gebäude einzudringen. Die Wahrscheinlichkeit, dabei ertappt zu werden ist groß, da oft auch nachts einige Räume im Gebäude benutzt werden. Zudem wird das Umfeld des Gebäudes laufend kontrolliert und überwacht.

Der Versuch, ohne Erlaubnis ins Gebäude einzusteigen, ist kein Kavaliersdelikt. Bereits der Versuch, durch Umgehen oder Beschädigen von Fenstern oder Türen Zutritt zu erlangen, ist eindeutig als Einbruchsversuch zu werten. Aus rechtlicher Sicht handelt es sich dabei um Hausfriedensbruch gemäß § 123 StGB, meist in Verbindung mit Sachbeschädigung. Das ist nicht witzig und auch nicht besonders mutig, sondern einfach nur unnötig. Jeder Einbruchsversuch, egal ob tagsüber oder nachts, wird zur Anzeige gebracht.

Für die Besichtigung gibt es genügend Termine und die Vereinsmitglieder stehen auch gerne nach Rücksprache für individuelle Führungen und Besichtigungstermine zur Verfügung. (Informationen anfordern)

In der Presse und in den sozialen Medien hält sich auch recht hartnäckig das Gerücht, dass eine Hotelbesitzerin mit dem Namen “Adéle B” in einem der Zimmer des Hotels ermordet worden sei und seither als Geist in der Waldlust umherspukt. Zum Leidwesen der “Geisterjäger” muss man zugeben, das es eine Hotelbesitzerin “Adéle B” gar nie gab und, dass die echte Hotelbesitzerin eines ganz natürlichen und völlig unspektakulären Todes gestorben ist.
(Weitere Infos zur Geschichte der Waldlust gibt es hier)

Historisches erhalten und neu beleben

Die Waldlust wird nunmehr seit vielen Jahren nicht mehr als Hotel genutzt, und war einige Jahre sich selbst und dem Zahn der Zeit überlassen, der leider viele Spuren hinterlassen hat. Seit mehreren Jahren kümmern sich jedoch der Denkmalverein Freudenstadt und in jüngerer Zeit die Denkmalfreunde Waldlust um das geschichtsträchtige Gebäude. Die Helfer versuchen, den Zerfall aufzuhalten und das Gebäude mit seinem morbiden Charme genau so zu erhalten, wie es ist.

Ein Großteil der Räume ist immer noch fast unberührt und weitest gehend im Originalzustand. Man kann hier eintauchen in die unvergleichliche Atmosphäre der Blütezeit des Hauses vor fast 120 Jahren, als noch Adlige und Filmstars hier ein- und aus gingen. Wahrlich ein Lost Place mit Charakter!

Einige Räume wurden in den letzten Jahren von den fleißigen Helfern restauriert und werden mittlerweile für Veranstaltungen und Ausstellungen genutzt.

Ein Lost Place muss also definitiv kein Abbruchhaus sein. Ganz im Gegenteil. Sensible, bewahrende Restauration kann den morbiden Charme alter Gebäude mit vielfältiger Geschichte erhalten und für Veranstaltungen, für Fotografen, Filmteams, Künstler und für interessierte Besucher zugänglich machen. So wird Geschichte erlebbar.

Erklärung zu Covid-19

Die aktuelle Situation stellt uns alle vor große Herausforderungen. Die Gesundheit unserer Besucher, sowie der ehrenamtlichen Mitarbeiter steht bei uns an erster Stelle.

Wir möchten unseren Gästen weiterhin möglichst umfassende Einblicke in die Geschichte unerer Waldlust bieten. Deshalb gelten selbstverständlich bei allen Fototouren und Führungen die jeweils aktuellen Vorschriften betreffs Abstandsregeln und das Tagen einer Mund/Nasenbedeckung.

Damit unsere Führungen weiterhin durchgeführt werden können, müssen die Gruppengrößen fest geplant werden, damit die vorgeschriebenen Abstände eingehalten werde können. Deshalb ist auch für die Führungen eine Anmeldung zwingend erforderlich. Ohne Anmeldung ist keine Teilnahme möglich.

Jugendstil-Fenster-Aufarbeitung

Über längere Zeit waren die Glasscheiben des historischen Fensters zur Waldseite in der Suite 115, 1. Etage Nordflügel Hotel Waldlust, kaputt geworfen. Statt des Fensterglases war deshalb eine Sperrholz-Notabdeckung ersatzweise als Witterungsschutz eingebaut. (Weiterlesen)

Bildband “Auf Sommerfrische in der Waldlust”

Rechtzeitig zum großen Hotelgründungs-Jubiläum 120 Jahre Waldlust ist ein prächtiger Bildband über sein stilvolles Ausstattungs-Erbe erschienen. (weitere Informationen)

Historie: 120 Jahre Waldlust: “Flotter Stil und frisch froher Anstrich”

An einem der schönsten Punkte Freudenstadts, im Palmenwald öffnete am Samstag, 26. Mai, des Jahres 1900 die „Waldlust“ ihre Pforte für 100 geladene Gäste. In der Festansprache wurde das Gebäude gerühmt als ein „Waldschlösslein, das rührige Heinzelmännchen über Nacht aus verborgenem Grunde hervorgezaubert“ zu haben schienen. (Weiterlesen)

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